Alte Infrastrukturen, neue Möglichkeiten: Retrofitting für Parkraum und Zugänge

Der Schlüssel zur Zukunft des Parkraummanagements

Die Digitalisierung von Prozessen und Infrastrukturen gehört für Unternehmen, Städte und Kommunen zum Arbeitsalltag. Während Arbeitsprozesse oder Dokumente schon längst digitalisiert sind, werden Parkraum und Zugänge (wie Türen, Tore oder Schranken) noch immer mit Schlüsseln, Chips oder Tickets bedient; und das, obwohl die Menschen in einer zunehmend vernetzten Welt auch für das Parken und die Zugänge bequeme und effiziente Lösungen erwarten.

Warum wird dieser Bereich in den meisten Fällen hintangestellt? Oftmals fehlt einfach das Budget, um die Infrastruktur zu modernisieren. Der Fokus liegt daher zunächst auf den Dingen, die sich schnell und kosteneffizient realisieren lassen. Dabei muss die Digitalisierung des Parkraum- und Zugangsmanagements gar nicht teuer und aufwändig sein. Oftmals ist es nicht praktikabel oder wirtschaftlich, die gesamte Parkraum- und Zugangsinfrastruktur von Grund auf neu zu gestalten. Hier kommt Retrofitting ins Spiel: eine intelligente Methode, um bestehende Lösungen an die Bedürfnisse der digitalen Ära anzupassen, ohne die gesamte Infrastruktur umkrempeln zu müssen.

Was ist Retrofitting?

Retrofitting beschreibt die Nachrüstung oder Modernisierung von vorhandenen Lösungen, Systemen oder Infrastrukturen. Diese werden auf den neuesten Stand der Technik gebracht oder um neue Funktionalitäten erweitert, ohne die bestehenden Strukturen zu beeinträchtigen. Auf diese Weise bleibt die bestehende Infrastruktur erhalten, und gleichzeitig wird die Anpassungsfähigkeit an zukünftige Anforderungen sichergestellt.

Ein Praxisbeispiel: Retrofitting von Schranken

Um die Vorteile von Retrofitting im Parkraummanagement zu verdeutlichen, werfen wir einen Blick auf ein praktisches Beispiel: die Schranke. In vielen Parkhäusern, Unternehmen oder Einrichtungen werden immer noch traditionelle Mechanismen wie Tickets mit Ticket-Terminal, Token oder Schlüssel verwendet, um Schranken zu öffnen. Diese Systeme sind oft nicht mit den modernen Anforderungen an digitales Parkraummanagement kompatibel.
Beim Retrofitting wird die Schranke mit einem Kommunikationsmodul ausgestattet, das sie in die digitale Welt integriert. Dies ermöglicht es den Nutzern, die Schranke zum Beispiel bequem über ihr Smartphone oder den Computer zu bedienen. Die anderen vorhandenen Zugangsmöglichkeiten bleiben davon unberührt und können bei Bedarf weiterverwendet werden. Dieses Konzept gilt nicht nur für Schranken, sondern auch für andere Zugangsinfrastrukturen wie zum Beispiel für Türen und Tore oder auch für Schließfächer und Fahrradboxen.

Vorteile von Retrofitting für die Verwaltung von Parkraum und Zutrittssystemen

  1. Kosteneffizienz: Anstatt teure neue Infrastrukturen zu installieren, können bestehende Lösungen einfach kostengünstig modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden.
  2. Keine Abwehrhaltung durch Nutzer: Retrofitting ermöglicht es, bestehende Prozesse und Lösungen zu erneuern, ohne die Nutzer vor große Veränderungen zu stellen. Dies minimiert möglichen Widerstand gegen Veränderungen.
  3. Kleine Projekte anstatt eines großen: Anstatt eine umfassende Neugestaltung durchzuführen, können beim Retrofitting sukzessive Komponenten modernisiert werden. So lässt sich die Digitalisierung von Parkraum und Zugängen in kleinere, handhabbare Projekte aufteilen.
  1. Tests für neue Vorgehensweisen leicht abbildbar: Neue Technologien und Prozesse lassen sich mittels Retrofitting leichter testen und einführen, ohne gleich die gesamte Infrastruktur neu aufbauen zu müssen.
  2. Nachhaltigkeit: Durch die Aufrüstung bestehender Systeme und Komponenten wird deren Lebensdauer verlängert. Dadurch sparen Unternehmen, Städte und Kommunen Ressourcen, reduzieren Abfälle und tragen somit zur Nachhaltigkeit bei.

 

Retrofitting von Parkraum und Zugängen dient als intelligente und wirtschaftliche Möglichkeit, die vorhandene Infrastruktur an die Anforderungen der digitalen Welt anzupassen. Neue Technologien und Prozesse lassen sich nahtlos integrieren, ohne dass bestehende Abläufe und Lösungen komplett erneuert werden müssen. Diese Flexibilität ist der Schlüssel zur effizienten Verwaltung von Parkräumen und Zutrittssystemen – auch ohne hohes Budget und große Umbaumaßnahmen.